Beziehungsangst / Verlustangst

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Beziehungsangst / Verlustangst

Beitrag  Gast am Di 12 Aug 2008 - 21:13

Hallo alle zusammen,

bevor ich in diesem Forum war, habe ich mich intensiv mit Beziehungsangst und Bindungsangst beschäftigt.
Ich habe zig Bücher darüber und ich denke, dass diese Beiträge dem einen oder anderen hier weiterhelfen könnten.

Grunsätzlich ist dieses Forum esoterischer Natur. Wir alle sind aber hier um Antworten auf unsere Fragen zu finden.

Vieleicht kann ich mit diesen Beiträgen Antworten liefern.

LG
Loona

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Re: Beziehungsangst / Verlustangst

Beitrag  Spegel am Do 13 Nov 2008 - 21:20

Ich möchte zu dem Thema mal was schreiben, da es auch mich gerade betrifft. Vielleicht hilft es dem einen oder anderen, etwas zu verstehen.

Ich schrieb in meiner Geschichte ja viel vom Hin und Her. Ich habe dieses Hin und Her nie verstanden doch ich habe ich es selber erleben dürfen. Auch ich war in einer Beziehung Hin und Her gezogen. Davon möchte ich kurz berichten.

Ich habe in der Vergangenheit eine Beziehung versucht. Ich fühlte mich einer Frau unheimlich nahe. Sie besuchte mich mit ihrem Kind und ich genoß es, nicht alleine zu sein, wieder Familie zu haben. Ihre Stimme gefiel mir, ihre Haare und als wir einen gemeinsamen Ausflug machten, hatte ich wieder das Gefühl eine Familie zu haben. Als sie fuhr war ich hin und hergerissen. Auf der einen Seite war ich traurig, das sie fuhr, auf der anderen Seite auch froh, mein Reich wieder für mich zu haben. Irgendwie vermisste ich sie und wollte ihr das auch sagen und irgendwie hatte ich Angst, ihr das zu sagen und das sie die Gefühle erwidern könnte. Lange Rede, kurzer Sinn, ich erzählte es ihr und sie erwiderte Gefühle. Prompt war sie da, die Angst. Angst davor, Erwartungen erfüllen zu müssen, Angst, meine Freiheit zu verlieren, Angst vor Vorwürfen, Angst vor, was weiß ich. Doch sie hatte auch Angst. Immer wenn sie diese Angst verspürte und sich deshalb auch verschloß, bekam ich Angst, sie zu verlieren und konnte geben. Immer wenn sie die Angst besiegte und sich gefühlsmässig voll öffnete, spürte ich wieder einen Druck, dem ich nicht gewachsen war. In dieser Zeit verfluchte ich ihren Mut, denn er war aus meiner Sicht destruktiv. Der Druck wurde immer grösser und ich beendete die Sache. Ich möchte ganz klar deutlich machen, das sie mich nicht unter Druck setzte. Ich empfand ihre Empfindungen als völlig normal und hätte gerne meine Angst abgelegt. Habe auch versucht, es ihr zu erklären aber wer versteht das schon, wenn er es nicht selber erlebt hat.

Ich GLAUBE, weiß es aber nicht, das meine Gefühle hätten wachsen können und wenn wir nicht beide karmische Verbindungen gehabt hätten, das wir es möglicherweise hätten schaffen können. Sie hätte nur gelassener sein müssen, was aber natürlich sehr schwer ist.

Was möchte ich damit sagen: Es gibt es tatsächlich, dieses ambivalente Verhalten. Auf der einen Seite sieht man, das der andere einen liebt auf der anderen Seite darf man nicht richtig geben. Das macht einen fertig, den anderen aber auch. Ich wollte diese Beziehung wirklich gerne, aber es hätte wachsen müssen. Ich wollte mich nicht verantwortlich fühlen, ich konnte es auch nicht.

Ich bin froh, das erlebt haben zu dürfen, weil ich vieles nun viel besser verstehe. S. hat sich nun auch wieder zurück gezogen. Aber davon schreibe ich nun weiter in meinem Thread. Wenn ihr fragen zu diesen Gefühlen habt, die ich erlebte, fragt gerne. Ich konnte es auch ewig nicht verstehen, bis ich es selbst erlebte.
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Spegel

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Re: Beziehungsangst / Verlustangst

Beitrag  Flügelchen am Do 10 Okt 2013 - 22:44

Lieber Spegel,

dieser Thread und Dein Beitrag sind zwar schon recht alt, aber ich habe ihn gerade erst mit Interesse entdeckt.
Ich würde Dich gerne fragen: Du schreibst, es hätte wachsen müssen. Sie hätte gelassener dafür sein sollen. Was hättest Du als "gelassen" empfunden? Durchaus auch einen Rückzug ihrerseits? Oder hättest Du den dann als ihre Angst gewertet? Oder gar als Druck(mittel)?
Oder wäre es Gelassenheit für Dich gewesen, wenn sie trotz Deiner Angst/Rückzüge mit all ihrer Liebe und ihrem Geben bei Dir geblieben wäre (also jetzt nicht räumlich gesehen)? Wenn sie ohne Erwartung gegeben hätte?

Gruß,
Flügelchen
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Re: Beziehungsangst / Verlustangst

Beitrag  Spegel am Fr 11 Okt 2013 - 11:34

Hi Flügelchen, musste mich erstmal an die Zeit erinnern. Irre, ist schon wieder 5 Jahre her.

Also, ich hatte Gefühle für sie. Sie war ja eine Woche bei mir und es war richtig gut. Aber es war keine Verpflichtung für mich vorhanden. Es war sowas wie eine Affäre, mehr nicht. Als sie fuhr, war ich traurig. Ich schrieb ihr das und mit dem Absenden hatte ich schon keine Lust mehr affraid 

Für mich war irgendwie plötzlich ein innerer Druck da. Ich fühlte mich nicht mehr frei. Sie merkte das und hakte immer wieder nach. Ich war aber immer ehrlich zu ihr. Sie sagte "Ich liebe dich" ich konnte es NOCH nicht erwidern. Ich glaub, sie hätte mich "kommen" lassen müssen, frei lassen müssen. Das ich das Gefühl habe, das ich frei entscheiden kann wann ich in eine feste Beziehung gehe. Erstmal Affäre bleiben lassen. Ich glaube, dann wäre was gewachsen. Aber ich weiß es natürlich nicht. Irgendwas war für sie da, der Druck hat es kaputt gemacht. Hätte sie sich zurückgezogen, es wäre kein Druckmittel für mich gewesen, im Gegenteil.

Hoffe, deine Fragen sind beantwortet ;-)

LG

Andy
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Re: Beziehungsangst / Verlustangst

Beitrag  elonin am Fr 11 Okt 2013 - 20:53

Hallo Andy,
ich habe eben Deine Antwort gelesen und den alten Beitrag, in dem Du das mit der Angst beschreibst.
Mir kam dabei der Gedanke, ob es dabei weniger um die Angst geht, nicht mehr frei zu sein im Sinne von "Eingenommen werden" und Erwartungen erfüllen müssen"...also, die Freiheit, die vom anderen Part eingeschränkt wird...man wird eingeschränkt durch den anderen.
Oder geht es nicht vielmehr um die eigene Freiheit, die durch die eigenen Gefühle eingeschränkt wird? Man kann diese Gefühle nicht mehr kontrollieren, weil sie zu stark sind, wird von ihnen geleitet und dadurch verliert man die Kontrolle über sich selbst, fühlt sich tief innen sehr berührt und spürt, dass man quasi diesen Gefühlen willenlos ausgesetzt ist, wenn man keinen Notstopp zieht.
Und kann es nicht sein, dass man dann vielleicht sogar leichter in eine Beziehung geht, die nicht so tief geht, denn da behält man immer die Kontrolle und kann die eigene Schutzmauer um das eigene Herz erhalten?

Ich weiß nicht, ob ich mich einigermaßen verständlich ausdrücken konnte. Weißt Du, was ich meine?

Liebe Grüße
elonin
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Re: Beziehungsangst / Verlustangst

Beitrag  Spegel am Sa 12 Okt 2013 - 9:23

Hi Elonin

elonin schrieb:Oder geht es nicht vielmehr um die eigene Freiheit, die durch die eigenen Gefühle eingeschränkt wird?
Das kann ich ganz klar verneinen. Ich bin ja durchaus in der Lage Gefühle zuzulassen und habe auch keine Angst davor. Mit meiner DS wäre ich ja jederzeit eine Beziehung eingegangen.

elonin schrieb:die Angst geht, nicht mehr frei zu sein im Sinne von "Eingenommen werden" und Erwartungen erfüllen müssen"
Doch, darum geht es, zumindest zum grossen Teil.

Mir sind ja die verschiedensten Dinge in der Zeit passiert was das andere Geschlecht angeht. Ich muß im Vorfeld erklären, das ich bevor ich mit meiner DS zusammenkam, sehr viele Flirtereien aber nie eine Affäre oder gar Beziehung hatte. Immer dann, wenn es "ernster" wurde von anderer Seite bekam ich "Angst" und zog mich zurück. Bei meiner DS war es anders. Wir waren ein Jahr befreundet und ich fühlte mich immer zu ihr hingezogen, war aber nicht verliebt.

Schreibe gleich weiter, mein Sohn ist da.......
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Re: Beziehungsangst / Verlustangst

Beitrag  Spegel am Sa 12 Okt 2013 - 12:00

So, weiter geht's :-)

Nach ca. einem Jahr wandelten sich die Gefühle gewaltig bei mir und bei ihr auch und wir kamen zusammen. Ich lief nicht mehr weg und war total happy.

Irgendwann merkte ich halt, das es nicht mehr so läuft und ich sprach es immer wieder an. Aber sie leugnete es (weil sie es selber nicht wahrhaben wollte) und irgendwann hatte sie eine neue Beziehung. Da kam das hin und her. Sie verließ den und kam zurück, ging aber auch immer wieder zu ihm (karmisch?).

Ich wollte weg, wollte loslassen, hatte wieder diese Flirts. Wusste aber immer sehr genau, das für mich da nichts ernstes hinter steckt. Bei der Frau war es irgendwie anders. Aber so lange es eine Affäre war, war es okay. Erst als es in eine Beziehung ging, fühlte ich mich unwohl. Der Druck in mir stieg, weil die Erwartung der anderen Seite auch sehr hoch war. Ob das der ausschlaggebende Punkt war, kann ich aber nicht sagen. Ich habe halt das Gefühl, das es hätte wachsen können. Vielleicht hätte es auch aus einer Freundschaft wachsen können, wie damals.

Letztes Jahr im Sommer lernte ich dann eine Frau kennen, bei der war es auch anders. Ich war sehr vorsichtig, zurückhaltend. Ich lernte sie über Facebook kennen, sie war eine Freundin meiner Cousine. Es waren auch nur Flirtereien und wie gesagt, ich war vorsichtig um sie nicht zu nah an mich heranzulassen. Als wir uns dann trafen, hatten wir ein traumhaftes Wochenende (ohne Sex, mit Kuscheln und Knutschen sunny ) Als sie fuhr spürte ich, das ich verliebt war. Es dauerte 6 Wochen und ich besuchte sie und da kam es auch zum Sex. Ich glaube einmal im Leben hat ein Mann/Frau den Sex seines/Ihres Lebens. Ich hatte ihn da Embarassed Alles war perfekt doch am Sonntag wollte sie mich nicht mehr sehen. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt vorher das Gefühl, das da Gefühle bei ihr zurück gehen. Lange Rede, kurzer Sinn, es wurde nichts (steht glaub ich auch in meiner Geschichte)

Mir zeigt es, das ich durchaus in der Lage bin, Gefühle für jemanden zu haben, also keine Angst vor einer Beziehung zu haben. Ist es die Richtige, passt es wahrscheinlich / vielleicht sofort. Es kann aber auch was wachsen. Meine vorherige DS-Vergangenheit hat mich übrigens so gestärkt, das ich recht schnell über diese Frau hinübergekommen bin. Ich kannte meine Leidensfähigkeit und inzwischen Strategien, damit klar zu kommen. Am meisten fertig gemacht (Ego) haben mich die Lügen. Warum sie nicht wollte, das es mit uns was wird, waren fadenscheinige Ausreden. Mit einer klaren Ansage "du bist hässlich, doof, schlecht im Bett, nicht mein Typ...." wäre ich besser klar gekommen als dieses blöde: "Im Moment nicht, ich bin noch nicht offen, blablabla..." Kurze Zeit später kam sie nämlich mit ihrem besten freund zusammen und das zeigte mir, das es alles dämliche Ausreden sind. Und die hielten mich in einer Warteschleife aus der ich nicht freiwillig gehen wollte. Ich hab mir das selber so erklärt und hab deshalb abgeschlossen und mein Gefühl bestätigte sich.

Bin jetzt etwas abgeschweift Very Happy Ist die Frage beantwortet? scratch 
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Re: Beziehungsangst / Verlustangst

Beitrag  elonin am Mo 14 Okt 2013 - 20:21

Hallo Andy,

ja, ich danke Dir für die Antwort.
Abschweifen ist völlig in Ordnung ;-)

Liebe Grüße
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Re: Beziehungsangst / Verlustangst

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