Schatten erkennen, integrieren und auflösen/transformieren

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Schatten erkennen, integrieren und auflösen/transformieren

Beitrag  Gast am Mi 19 Nov 2008 - 13:39

Ich werde heute mal versuchen den größten "Stolperstein" bei der Karmaauflösung zu verdeutlichen und zu erklären. Die Schwierigkeit dabei ist, dass das Ganze hochkomplex ist und gezeichnet von vermeintlichen Widersprüchen, aber auch die werde ich versuchen zu erklären. Man habe Nachsicht mit etwaigen Unvollkommenheiten...aber ich weiß aus der Vergangenheit, das vielen meine Ausführungen sehr geholfen haben und auch viel voran gebracht haben.

"Ganz" bzw. "Heil" sein bedeutet all seine Licht und Schattenaspekte zu kennen und integriert zu haben, man kann Licht und Schatten auch als Stärken und Schwächen sehen, um es menschlich oder psychologischer zu halten. Das Problem oder Übel beginnt damit, dass die meisten Menschen sich ihre Schatten nicht anschauen wollen, was menschlich und verständlich ist. Wer geht freiwillig gerne in die Dunkelheit und in seine eigenen tiefen Abgründe???? Tja, die Krux liegt darin, dass wir nicht ganz und heil werden können, wenn wir unsere Schatten ausgrenzen, sie leugnen bzw. permanent nach Außen projezieren, was in der Regel beim Urteilen über andere Menschen passiert. Die Spiegel und auch Projektionsfunktion ist sozusagen ein Hilfsmittel der Selbsterkennung. Mit jedem Urteil und Bewertung über einen anderen Menschen könnt ihr bei euch selbst ablesen, was ihr noch abspaltet, nicht sehen wollt, wo es noch schwierig ist u.s.w..

Der Vorgang des Spiegelns und Projezierens ist absolut menschlich und legitim, das Problem hierbei ist nur auch wieder, dass den meisten der Mut und die Ehrlichkeit mit sich selbst fehlt, den Spiegel anzuerkennen. Ihn anzuerkennen, bedeutet in der Regel auf sich selbst zurückgeworfen zu sein, keinen "Schuldigen" mehr im Außen zu haben und schließlich in die Eigenverantwortung gehen zu müssen. Da haben viele aus Gewohnheit, Unwissenheit oder auch Bequemlichkeit keine Lust zu und sie pflegen lieber weiter das Muster der Projektion und merken dabei nicht, wie sie sich selbst gefangen halten und auch immer vom Außen abhängig machen, denn die Seele möchte ja, dass wir uns in unserer Ganzheit erkennen.

Also, wenn der Spiegel und die Projektion vollkommen angenommen und integriert wird, dann ist eine Transformation der Schatten möglich.
Damit kommt man zum nächsten Schritt. Die Anerkennung und Integration des Schattens ist die Grundvoraussetzung für die Transformation und Auflösung desselbigen. Da höre ich schon die ersten Einwände und Egoeinsprüche. Häh, erst soll ich was annehmen, um es dann wieder aufzulösen. JAAA, genau so läuft das, als Beispiel vielleicht, nehmen wir eine Krebserkrankung. Wenn ich mich Händen und Füßen dagegen wehre, zu sehen und wahrzuhaben, dass mein Körper gerade von einem Tumor zerfressen wird und ich da einfach nicht hinschaue, ist ja die Tatsache nicht aufgehoben, sondern man hat sie nur außerhalb seines Sichtfeldes gedrängt. So, wie soll man nun in die Heilung gehen, wenn man garnicht anerkannt hat, dass man überhaupt krank ist?!? Erst wenn ich, akzeptiert habe, ja ich habe den Krebs, ich kann sterben, es kotzt mich an u.s.w., dann ist der nächste Schritt möglich, nämlich an der Heilung, Auflösung bzw. Transformation zu arbeiten und dabei ist es völlig irrelevant, ob man sich für eine schulmedizinische Therapie oder einen alternativen Ansatz entscheidet, wichtig ist nur, dass man überhaupt anerkennt, dass man krank ist.

Bezogen auf die Schatten oder Schwächen, wie soll ich beispielsweise mangelndes Vertrauen auflösen, wenn ich überhaupt nicht bereit bin, mir einzugestehen, dass ich auf diesem Gebiet noch Probleme habe, was dann meist passiert ist eben das Spiegeln, Projezieren und Urteilen, von wegen "Oh, man, warum vertraut die denn nicht, ich würde das so oder so machen..." oder "Warum ist der nur so unehrlich mit mir....",

Die genaue Information und Message des Spiegels zu lesen und zu erkennen, erfordert viel Aufrichtigkeit, Mut und eben Eigenverantwortung, wer da nicht steht, wird den Spiegel auch abwehren und leugnen.

Auf höherer Ebenen habt ihr alles, was ihr jeh einem anderen Menschen vorgeworfen habt, an ihm bemängelt oder kritisiert, selbst schon erfahren oder erlebt. Nun kommen wir zum eigentlichen interessanten Schritt, nämlich den der Transformation und Auflösung. Okay, ich habe jetzt beispielsweise erkannt, dass ich mich über Person XY eigentlich nur aufrege, sie mich berührt bzw. ich sie oder bestimmte Verhaltensweisen verurteile, weil sie mir z.B. mein eigenes mangelndes Vertrauen spiegelt, oder dass ich noch Probleme mit der Abgrenzung habe (indem sie meine Grenze überschreitet) oder mit meinem Selbstwert ...e.t.c...Ich höre schon die nächsten Einwände, aber wenn doch jemand meine Grenze überschreitet, dann muss ich mich doch wehren und schützen. Natürlich soll man sich abgrenzen, aber GLEICHZEITIG auch erkennen, dass diese Person nur eure Grenzen überschreiten kann, weil ihr noch nicht richtig gelernt habt, sie einzuhalten, seid dankbar dafür, dass euch das gezeigt wird und ihr wisst, wo es eben noch mangelt. Was "überflüssig" ist, ist die Person zu verurteilen, ihr müsst sie nicht lieben, es nicht gut heißen, wir kommen im menschlichen Dasein und damit auch in der Dualität nie ganz aus dem werten heraus, aber man muss den Menschen, der einen Fehler begeht nicht abwerten. Die Transformation und Auflösung von Urteilen/Verurteilen ist beispielsweise das Entwickeln von Mitgefühl und Verständnis. Und das wird niemals mit dem Kopf zu lösen sein, sondern irgendwann ist man soweit, das wirklich voll und ganz mit dem Herzen zu fühlen, ich persönlich bin auf dem Weg dorthin, stehe da aber auch noch nicht ganz, aber der Weg ist das Ziel und ich bin auf einem sehr guten Weg. Wie weit ihr entsprechende Eigenschaften ausfeilt und ausreift, ist natürlich jedem ganz allein überlassen, ich bin da sicherlich sehr ehrgeizig, da ich gerne, wenn ich es schaffe, nicht mehr inkarnieren möchte und mein seelisches Dasein in der geistigen Welt fortsetzen möchte, man kann sich vorstellen, welchen Grad an Vollkommenheit ich mir damit als irdischen Maßstab gesetzt habe und mittlerweile bereitet es mir immer mehr Freude mich dem zu nähern.

So bei dem Auflösungs und Transformationsprozess kommt es nun natürlich zu den anfänglich erwähnten vielen Widersprüchen, menschlichen Auseinandersetzungen und Konfrontationen, DENN neben diesem Bewusstsein, dass man da gerade was gespiegelt bekommt, hat man ja trotzdem all seine menschlich erlernten Gefühle und die dürfen eben GLEICHZEITIG auch sein. Hier ist es jetzt wichtig, zu erkennen, welche Gefühle stammen aus dem verletzten Ego heraus und welche stammen wirklich aus dem Herzen. Hier liegt wohl der allergrößte Knackpunkt bei der ganzen Geschichte, denn die absolute Mehrheit der Menschen hält ihre Egogefühle für die "wahren" Gefühle, dabei sind sie es nicht, dass höhere Selbst findet die "Prüfungen" nicht schlimm und auch den ganzen Erfahrungsprozess nicht, sie freut sich, dass wir lernen und weiterkommen, auf der Ebene des höheren Selbst herrscht absolut bedingungslose Annahme allen dessen, was mit uns passiert, frei von jeglicher Wertung, es ist einfach nur, trotzdem und gleichzeitig, wird uns das Ego in unserem Menschsein immer begleiten. Hier entstehen die vielen Hin und Hers, Zerrissenheiten und auch Widersprüche, weil wir mal auf unser Herz hören und dann regiert wieder das Ego. Das bedeutet, wir fallen immer wieder mal in alte Verhaltensweisen zurück, müssen uns mühsam immer wieder erneut mit Spiegeln konfrontieren, lernen, sehen, lernen, sehen und schließlich irgendwann transformieren, aus Unehrlichkeit wird Ehrlichkeit, aus Bequemlichkeit wird Disziplin oder Eigenverantwortlichkeit u.s.w., denn erst wenn wir alles Pole integriert und angeschaut haben und sie nicht mehr abspalten und projezieren, kommen wir immer mehr die Freiheit unser Ego zu kontrollieren und uns für die Lichtseiten zu entscheiden, während wir um die Schatten wissen, aber die Energien einfach ins Licht geben, das geht aber erst, wenn wir den Schatten voll anerkannt und aktzeptiert haben. Mit der Zeit lernen wir immer mehr unser Ego zu erkennen, es auch zu integrieren uns aber immer mehr bedingungslos für unser Herz zu entscheiden und auch Kontrolle, die auch dem Ego entspringt immer mehr loszulassen.


Da viele auf ihrem Auflösungprozess eher unbewusst sind, dauern diese Sachen entsprechend länger, weil oft Jahre vergehen, bis man überhaupt den Spiegel erkannt hat. Manch einer muss erst 3 oder 4 neue Beziehungen "ausprobieren" bis er merkt, dass dauernd das worüber er sich aufregt mit allen anderen Partnern auch passiert, ERGO kommt irgendwann die Erkenntnis, dass die Ursache doch in einem selbst begründet sein muss und hier fängt das eigentliche Wachstum, die Transformation und Auflösung statt und das erklärt auch, warum es bei manchen 40 Jahre dauert, bis sie ihre Themen aufgelöst haben und bei anderen eben entsprechend kürzer. Karma löst sich nicht von alleine auf, wenn man sich nicht ändert, und man kann wenn man ehrgeizig ist, sehr gezielt daran arbeiten, die Auflösung zu beschleunigen, das hat nichts mit mangelnden Vertrauen zu tun, sondern mit dem Wunsch, sich schnellstmöglich sich selbst zu nähern und diese ganzen Spiegel, Projektions und selbstinzenierten Geschichten hinter sich zu lassen und wirklich frei und abhängig vom Außen zu sein. Dann sind tiefere und ehrlichere Verbindungen zu unseren Mitmenschen möglich, wir selbst fühlen uns wohler und auch unser Gegenüber ist frei, er oder sie selbst zu sein.

Insbesondere bei nahen und guten Freunden könnt ihr euch auch ruhig über das Spiegelthema unterhalten und im optimalen Falle beide miteinander reifen und lernen, ist zwar selten, aber nicht unmöglich, wenn ihr dabei in der Liebe und nicht im Urteilen oder Vorwurf seid, dann schafft man es manchmal Berge zu versetzen und verfahrene Situationen lösen sich plötzlich auf und ihr könnt hier auch immer die violette Flamme der Transformation mit zu Hilfe rufen und integrieren. Versucht so oft und lang es geht, wirklich in der Liebe und bei euch selbst zu bleiben und jeder Schritt und noch so kleine Erfolg zählt und verurteilt euch selbst nicht fürs projezieren, erkennt es einfach nur, damit übernehmt ihr schon Verantwortung und er Rest kommt dann ganz von allen.

Viel Spaß beim Erkennen, Auflösen und Tranformieren!!!

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